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DAS ERFOLGREICHSTE PAEDAGOGISCHE MODELL DES 20. JAHRHUNDERTS: DIE SOS-KINDERDOERFER
 

DAS ERFOLGREICHSTE PAEDAGOGISCHE MODELL DES 20. JAHRHUNDERTS: DIE SOS-KINDERDOERFER

Dr. Hans A. Schieser (Professor emeritus, DePaul University Chicago, USA)
 
Am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) waren in Europa tausende von Kindern ohne Eltern. Die Kinder- und Waisenheime waren ueberfuellt und konnten den Beduerfnissen der Kinder und Jugendlichen nicht gerecht werden. Ein junger Oesterreicher, Hermann Gmeiner, der selber in seiner Kindheit die Mutter verloren hatte, kam mit seiner Idee, ein Kinderdorf zu gruenden, wo Kinder mit einer Mutter in einer „Familie“ leben und aufwachsen koennen, zunaechst auf  kritische Zweifel von Paedagogen und Behoerden. Aber er bestand darauf, dass Kinder nur in einer Familie „normal aufwachsen“ koennen:  mit einer Mutter, mit Geschwistern, und in einer Umgebung, die „kind-gemaess“ gestaltet ist.
 
Das erste „S.O.S.Kinderdorf“ („S.O.S“. ist der Notruf  von Schiffen in Gefahr: „Wir brauchen sofort Hilfe!“) in Imst, bei Innsbruck in Oesterreich wurde das Modell fuer ein weltweites Netz von jetzt ueber 500 Kinderdoerfern in aller Welt. Auch in Russland gibt es  4 SOS-Kinderdoerfer, und in Weissrussland ebenfalls 4. (Siehe Anhang).
 
Der Erfolg von SOS bei der „Sozialisation und Integration“ von Kindern, die ohne elterliche Betreuung leben, sei es, dass die Eltern verstorben, getrennt oder nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu betreuen, duerfte DIE Erfolgsgeschichte des 20. Jahrhunderts sein.
 
Hermann Gmeiner (1919-1986) geht davon aus, dass das wichtigste Beduerfnis eines Kindes die Mutter ist, die durch niemand und nichts ersetzt werden kann. Die Erfahrung von Jahrhunderten und die neueste humanwissenschaftliche Forschung bestaetigen diese Grundannahme.
 
In den Kinderdoerfern sorgt eine Mutter fuer bis zu 10 Kindern in einem eigens fuer eine solche Familie gebauten Haus. In den verschiedenen Laendern ist der Baustil entsprechend den dortigen Hausformen: in Indien verschieden von Amerika oder Europa. Das ist ein wichtiger Faktor im Sozialisations- und  Integrationsprozess: dass Kinder und Jugendliche in der „normalen“ Umgebung ihrer Kultur aufwachsen, allerdings auf einem Niveau, das notwendigerweise den wirklichen Beduerfnissen und der Wuerde des Menschen entspricht. So sind zum Beispiel die Kinderdoerfer in den „unterentwickelten“ Laendern immer weit ueber dem dort ueblichen Lebensstandard. (Die Kosten von fast allen SOS-Kinderdoerfern werden fast ausschliesslich von Spenden, hauptsaechlich aus Europa getragen.)
 
Die Muetter sind in der Regel unabhaengige, das heisst, unverheiratete, Frauen, die bereit sind, auf einmal 6 oder mehr Kinder anzunehmen. Man hat oft kritisiert, dass bei diesen Familie der Mann fehlt, aber die Erfahrung von nunmehr 60 Jahren, mit 500 Doerfern in ueber 130 Laendern der Welt,  zeigt, dass nur in Ausnahmefaellen ein Ehepaar die Stabilitaet und Qualitaet der Erziehung in einem SOS-Kinderdorf wahrnehmen kann. Eine Scheidung oder der Wechsel des Arbeitsplatzes fuer den Mann wuerde oft bedeuten, dass die Kinder nicht nur die Mutter, sondern auch das gewohnte Haus  verlieren.  Das „maennliche Element“ stellt im Kinderdorf der Dorfleiter (in der Regel ein verheirateter Mann mit einer eigenen Familie) und Maenner im Dienst des Dorfes (Hausmeister, paedagogische Berater und dergleichen). Das hat sich bisher ueberall bewaehrt.
 
Es genuegt aber nicht allein die Mutter. Ein notwendiger Faktor bei der Erziehung sind die Geschwister: Kinder verschiedenen Alters und Geschlechts (wie in der normalen Familie).
 
Es werden im SOS-Kinderdorf vorwiegend leibliche Geschwister aufgenommen. Wenn zum Beispiel die Eltern ausfallen, werden die Kinder nicht „verteilt“, sondern bleiben zusammen. In den meisten „SOS-Familien“ sind jedoch Kinder verschiedener Herkunft. Sie werden nicht adoptiert, sondern behalten ihren Namen, und es wird garantiert, dass ein Kind bis zum Vollalter bei SOS bleiben kann. Fьr Jugendliche ab etwa 14 Jahre gibt es im Kinderdorf ein eigenes „Jugendhaus“, wo die Jungen und Maedchen zwar getrennt wohnen und betreut werden, aber ihre Kinderdorf-Mutter bleibt fuer sie verantwortlich.
 
Die Muetter eines SOS-Kinderdorfes bilden unter einander und mit dem Dorfleiter das „Support System“, das notwendig ist, um Erfahrungen auszutauschen und allenfalls gegenseitige Hilfe zu bekommen. Die Dorfgemeinschaft bildet ein solches „unterstuetzendes System“: in einem SOS-Kinderdorf stehen bis zu 20, manchmal sogar mehr Haeuser.  In manchen Staedten (zum Beispiel in Chicago) hat sich auch eine neue Form des „Dorfes“ bewaehrt: in Wohngebieten mit stabiler Bevoelkerung (also nicht in Slums!) stehen drei oder mehr „SOS-Haeuser“, die einfach Teil einer gewoehnlichen „Nachbarschaft“ sind.  Die ideale Form ist jedoch immer noch das „Dorf“, abgegrenzt oder ausserhalb vom Stadtgebiet.
 
Zur „Sozialisation und Integration“ eines Kindes gehoert auch die „Nachbarschaft“. Das alte (afrikanische) Sprichwort,  „um ein Kind zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, zeigt, dass dies schon erkannt wurde, bevor die Soziologen und Psychologen sich darueber Gedanken machten. Es ist nicht ein „Kollektiv“, sondern es sind die personalen Beziehungen der Menschen, die beieinander wohnen und mit ihren Kindern leben. Dass hier auch die jeweils praktizierte Religion (je nach der Umgebung, kann dies das Christentum, der Islam,  Hindu oder Buddhismus sein) eine wichtige Rolle spielt, wird von der Erfahrung bestaetigt. Hermann Gmeiner bestand darauf, dass man „ohne die Hilfe Gottes keine Kinder erziehen kann“.
 
Die Statistiken bestaetigen auch, dass Kinder aus einem SOS-Kinderdorf sehr selten in der Kriminalstatistik erscheinen. Die Forschung des Psychologen Carl Gustav Jung (1875-1961), der Paedagogin Maria Montessori (1870-1952), und der Psychagogin Christa Meves (1925 -) bestaetigt die Bedeutung der Religion im Leben: der religioese Glauben (in allen Religionen) traegt wesentlich bei zur emotionalen Stabilitaet und der Faehigkeit, mit Schwierigkeiten fertig zu werden („coping mechanisms“).
 
Kinder und Jugendliche, wie Erwachsene, sind mit ihrem Glauben an Gott besser ausgeruestet,  Problemen und Krisen zu begegnen und sind weniger anfaellig fuer Depression, Apathie und Aggressivitaet.
 
Es wird heute mit der zunehmenden Zahl von Kindern aus zerruetteten und auseinanderfallenden Familien immer problematischer, diesen Kindern eine „normale“ und ihren Beduerfnissen angemessene Erziehung, in einer kindgemaessen und der Menschenwuerde entsprechenden Weise  zu bieten. Auch wenn viele Institutionen hier helfen, gibt es  keine Alternative zu den Prinzipien Hermann Gmeiners: jedes Kind braucht eine Mutter (freilich auch einen Vater, aber die Mutter ist wichtiger!), es braucht Geschwister, ein Haus, das eine echte „Heimat“ ist (und bleibt!), und es muss in einer Umgebung aufwachsen, die „nachbarlich“ ist.
 
Man braeuchte noch viel mehr Kinderdoerfer, da immer mehr Kinder ohne Mutter, ohne Geschwister und ohne ein Zuhause aufwachsen! Wie Hermann Gmeiner sagte: „Alle Kinder sind unsere Kinder!“, so muessen wir uns alle (auch die staatlichen Behoerden) bemuehen, moeglichst vielen Kindern die Voraussetzungen fuer eine normale Erziehung und Bildung zu ermoeglichen.

LITERATUR:
1. Claudio Honsal, Fuer die Kinder dieser Welt: Hermann Gmeiner: Der Vater der SOS-Kinderdoerfer, (Muenchen: Koesel Verlag, 2009)
2. Im ANHANG: „SOS-Kinderdorf Tomilino /Russland“
3. „ SOS-Kinderdoerfer in Weissrussland“
4. INFORMATION: SOS-Kinderdorf International: email: Этот e-mail защищен от спам-ботов. Для его просмотра в вашем браузере должна быть включена поддержка Java-script

 

 
 
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  Я», 2009 - 2012
77-37845 23 2009 ., ISSN 2221-1160
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